Einsätze der Feuerwehr Grötzingen im Jahr 2022

Ein Rauchmelder in einer Küche hatte am Donnerstag, 19. Mai, angeschlagen. Da die Anlage „aufgeschaltet“ ist, also die Alarmmeldung aus dem betroffenen Gebäude gleich an die Feuerwehr weitergeleitet wird, rückten die Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehr Grötzingen aus. Eine Erkundung vor Ort brachte aber schnell die Entwarnung: Es war kein Brand ausgebrochen. Der Einsatz konnte daher schnell beendet werden.

Der Alarm eines Rauchmelders in einer Privatwohnung sorgte am 20. April für einen Feuerwehreinsatz. Da die Bewohner nicht erreichbar waren und somit ein Brand nicht ausgeschlossen werden konnte, alarmierten die Nachbarn die Feuerwehr. Diese rückte mit dem Löschzug an. Die Wohnung konnte über ein gekipptes Fenster im 1. Obergeschoss betreten werden – ein Feuer wurde glücklicherweise nicht entdeckt. Bei dem Alarm dürfte es sich um einen technischen Defekt gehandelt haben. Die Feuerwehr hinterließ daraufhin einen Hinweis auf den unangemeldeten Besuch in der Wohnung, verschloss das Fenster wieder und verließ den Einsatzort.

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Ein Bekannter konnte am 10. April eine in Grötzingen wohnende Person nicht erreichen und hatte dabei konkreten Anlass zur Sorge – der sich später als berichtigt herausstellte. Die Feuerwehr rückte am Vormittag des 10. April an und versuchte sich zunächst über die Tür Zugang zum Haus zu verschaffen. Da es sich hier um eine Sicherheitstür handelte und auch alle Fenster verschlossen waren, musste die Feuerwehr eine Scheibe einschlagen, um Zugang zu schaffen. Im Innenraum konnte die Person aufgefunden werden, die dann sofort vom Rettungsdienst versorgt wurde. Das eingeschlagene Fenster wurde mittels einer Notverglasung gesichert. Nach etwa einer halben Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr beendet.

Der Baum über der Straße am Morgen des gleiche Tages sollte nur ein Vorbote sein: Wenige Stunden später wurden weitere Bäume Bäume entdeckt, die unter der Schneelast des späten Wintereinbruchs in Karlsruhe gelitten haben. Dieses Mal war der Zufahrtsbereich zum Baggersee betroffen. Auch hier kam die Kettensäge zum Einsatz, um die Gefahr zu beseitigen und die Straße wieder für den Verkehr freigeben zu können. Nach rund 20 Minuten fuhr da Grötzinger Löschgruppenfahrzeug wieder den Standort an.

Am frühen Morgen des 9. April sorgte ein Wintereinbruch für einige Feuerwehr-Einsätze in Karlsruhe. Auch im Stadtteil Grötzingen hatte ein Baum der nassen Schneelast nachgegeben und ragte auf die Überleitung von der B10 auf die B3. Die Grötzinger Feuerwehr rückte dem Baum mit der Motorsäge zu Leibe und beseitigte auf diese Weise die Gefahr für den Verkehr. Nach kurzer Zeit konnte die Überleitung wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Ein qualmender Abfalleimer sorgte am 3. April für einen Feuerwehreinsatz. Augenzeugen hatten den Notruf gewählt, woraufhin sich die Mannschaft der Feuerwehr Grötzingen auf den Weg macht. Vor Ort wurde der brennende Mülleimer mit der Kübelspritze abgelöscht. Da sich das Ausmaß in Grenzen hielt, wurden die Berufsfeuerwehr und die Polizei noch auf der Anfahrt wieder abbestellt.  Nach wenigen Minuten konnte auch die Grötzinger Feuerwehr wieder den Rückweg antreten.

Eine Person in einer Notlage in ihrer Wohnung war am 15. März Grund für einen Einsatz der Grötzinger Feuerwehr. Eine Nachbarin war auf die Situation aufmerksam geworden und hatte den Notruf gewählt. Da davon ausgegangen wurde, dass ein Zugang zur Wohnung geschaffen werden musste, wurde auch die Feuerwehr eingeschaltet. Doch die Fahrzeuge mussten nicht ausrücken: Dem Rettungsdienst gelang es einen Zugang zu schaffen, sodass ein Eingreifen der Feuerwehr nicht notwendig war.

Am Montagabend, 7. März, war die Durchfahrt durch den Tunnel der B10 unter der Augustenburgstraße kurzzeitig nicht möglich: Die Brandmeldeanlage hatte ausgelöst und in den „Notfall-Modus“ geschaltet. Das heißt, dass beide Fahrspuren sofort und automatisch gesperrt wurde, eine Durchsage forderte eventuell im Tunnel verbleibende Autofahrer dazu auf, den Tunnel zu verlassen. Die Feuerwehr Grötzingen fuhre gemeinsam mit den Kameraden aus Durlach und der Berufsfeuerwehr zum Tunnel und erkundete, wie in den Plänen vorgesehen, zu Fuß den Tunnel. Im Inneren konnte aber kein Brand festgestellt werden. Aus diesem Grund wurde die Brandmeldeanlage zurückgesetzt. Da genau der gleiche Brandmelder aber sofort nach dem Zurücksetzen erneut auslöste, kann von einem technischen Defekt ausgegangen werden. Die Einsatzstelle konnte nach kurzer Zeit wieder verlassen werden, dann war auch die Durchfahrt durch den Tunnel wieder möglich.

In der Ortsmitte hatte ein aufmerksamer Bürger einen qualmenden Abfalleimer entdeckt. Um größeren Schaden zu verhindern alarmierte er die Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Helfer hatte der Anrufer bereits selbst eine Flasche Wasser in den Mülleimer geleert und so verhindert, dass sich das Feuer auf den gesamten Inhalt ausbreitet. Die Grötzinger Feuerwehr ging mit einem Trupp vor und kontrollierte die Brandstelle. Nach der polizeilichen Aufnahme der Brandstelle wurden noch Nachlöscharbeiten durchgeführt, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern. Ein Sachschaden entstand aufgrund des schnellen Eingreifens nicht. So konnte die Feuerwehr nach getaner Arbeit die Einsatzstelle verlassen und zum Feuerwehrhaus zurückkehren.

Ein Alarmstichwort, das es in sich hat: Person unter Straßenbahn. Hier ist höchste Eile geboten, da ein solcher Unfall nicht selten mit schwersten Verletzungen einher geht. In diesem Fall war zunächst der genaue Unfallort unklar, weshalb die Leitstelle die Kräfte der Berufsfeuerwehr und die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr zu unterschiedlichen Bereichen schickte. Die Kollegen der BF erreichten die Unglücksstelle dabei zuerst und machten sich ein Bild von der Lage. Auf offener Strecke war eine Stadtbahn zum Stehen gekommen. Schnell stellte sich heraus, dass die verunfallte Person Verletzungen aufwies, die mit dem Leben nicht zu vereinbaren sind. Die Grötzinger Wehr fuhr daher die Unglücksstelle nicht mehr an, sondern kehrte zum Feuerwehrhaus zurück. Die Umstände des Unfalls sind nicht bekannt.

Sollten Sie selbst Probleme haben oder über Suizid nachdenken, gibt es in Deutschland über hundert Seelsorgestellen, die jederzeit eine anonyme Beratung anbieten. Die kostenlosen Rufnummern lauten 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222. In Karlsruhe bieten zudem der Kriseninterventionsdienst K.i.D. ( 0721 – 830 36 47 ) und der Arbeitskreis Leben Karlsruhe ( 0721 – 811424 ) Hilfe und Beratung an.

Ein Unwetter mit Starkregen in der Nacht von Sonntag auf Montag, 21. Februar, über Grötzingen. Wie schon einige Male passiert, ist auch bei diesem Wetterereignis die Unterführung zwischen Eisenbahnstraße und Augustenburgstraße mit Wasser geflutet worden – die Abläufe wurden den Wassermassen nicht Herr. Aus diesem Grund informierte ein Autofahrer die Feuerwehr, die kurze Zeit später zur Unterführung ausrückte. Vor Ort stellte sich allerdings heraus, dass zwischenzeitlich das Wasser weitestgehend abgelaufen war. Zur Sicherheit wurden dennoch alle Gullys gezogen, also die Schmutzfangkörbe gereinigt, damit beim nächsten Starkregen das Wasser besser abfließen kann. Nach rund 20 Minuten war dieser Einsatz beendet.

Doch nur ein Teil der Mannschaft der Feuerwehr Grötzingen konnte im Anschluss das Feuerwehrhaus verlassen. Noch unterwegs erreichte ein Funkspruch aus Durlach die Helfer: Dort drohten Äste auf die Straße zu fallen und mussten daher mit einer Drehleiter entfernt werden. Somit wurde kurzerhand im Feuerwehrhaus das Fahrzeug gewechselt und ins benachbarte Durlach gefahren. Glücklicherweise blieben weitere Unwetter-Einsätze in der Folge aus.

Das Ausschlafen war den Mitgliedern der Feuerwehr Grötzingen am Samstag, 19. Februar, nicht vergönnt: Gegen 7:30 Uhr rief der Funkmeldeempfänger zum Einsatz. In einem Gebäude hatte die eine Brandmeldeanlage ausgelöst. Mit dem gesamten Zug ging es für die Helfer zum Einsatzort. Dort wurde sogleich mit der Erkundung begonnen. Dabei stellte sich heraus, dass im 3. OG des Gebäudes ein Rauchmelder ausgelöst hatte. Auch die Ursache war schnell ausgemacht: Der Rauch von Zigaretten sorgte für den Fehlalarm. Nachdem endgültig „Gefahr vorüber“ gemeldet werden konnte, konnte der Einsatz beendet werden.

Da ein Angehöriger nicht erreichbar war, vermutete eine Familie einen Notfall und alarmierte am Donnerstag, 10. Februar, die Feuerwehr, die einen Zugang zur Wohnung schaffen sollte. Die Grötzinger Helfer rückten mit Löschgruppenfahrzeug und Drehleiter in die Mitte des Stadtteils aus. Tätig werden musste die Feuerwehr aber nicht: Wie sich zwischenzeitlich herausstellte, hatte ein Nachbar den Schlüssel zur Wohnung der betroffenen Person. Somit war der Zugang schnell möglich. Die Feuerwehr trat daher den Rückweg an.

Der vierte Einsatz innerhalb von 24 Stunden für die Feuerwehr Grötzingen war nicht auf das Unwetter zurückzuführen: Der Rettungsdienst bat in der Leitstelle um die Unterstützung der Feuerwehr für den Transport eines Patienten. Dieser musste aus dem Obergeschoss eines Hauses zum Rettungswagen verbracht werden, doch das Treppenhaus war für einen schonenden Transport zu eng und verwinkelt. Wie üblich in einem solchen Fall geht der Alarm bei der Feuerwehr-Abteilung und auch bei der Berufsfeuerwehr ein. Aus beiden Gerätehäusern wird daher eine Gruppe samt Drehleiterfahrzeug entsandt. Hier war die Berufsfeuerwehr wenige Sekunden vor den freiwilligen Helfern vor Ort, weshalb diese Drehleiter zum Einsatz kam. Die Grötzinger Kameraden unterstützen bei der Tragehilfe.

Die Nachwehen der Unwetternacht sind auch am Montagmorgen, 7. Februar, noch spürbar: Zwar haben Sturmböen und Starkregen Karlsruhe mit seinem Stadtteil Grötzingen nicht gar so stark erwischt wie beispielsweise das benachbarte Pfinztal und den Enzkreis, dennoch werden auch am Morgen noch Schäden sichtbar. So wurde gegen 8 Uhr ein Baum im Bereich des Grötzinger Baggersees gemeldet, der auf eine Leitung gefallen sein soll. Der Bereich wurde von einer Gruppe der Grötzinger Feuerwehr abgesucht, doch es konnte nichts festgestellt werden. Auf die Lösung kamen die Helfer dann im Gespräch mit den Forst-Mitarbeitern, die derzeit rund um den Baggersee Pflegearbeiten vornehmen: Diese hatten den Baum bereits entfernt, allerdings ohne das Wissen, dass die Feuerwehr ebenfalls eingeschaltet wurde. Ohne Tätigkeit konnte der Einsatz daher beendet werden.

Noch am gleichen Abend wurde die Feuerwehr erneut gefordert – und erneut war die Unwetterfront der Auslöser. An einem Gebäude im Grötzinger Norden war offensichtlich die Regenrinne mit Unrat gefüllt und daher verstopft. Das Wasser lief daher über die Rinne hinaus und fiel vor dem Gebäude zu Boden. Der Boden war aber angesichts der großen Wassermenge nicht mehr in der Lage, das Wasser aufzunehmen und so bildeten sich größere Wasserlachen – unter anderem direkt am Fenster einer Kellerwohnung. Die Fenster hielten dem Wasser nicht stand und so drang es hier ins Innere der Wohnung ein. Die Feuerwehr ging mit einer Tauchpumpe gegen das angestaute Wasser vor dem Fenster und mit einem Industriesauger gegen das bereits eingetretene Wasser vor. Es zeichnete sich allerdings schnell ab, dass der noch immer starke Regen den Lichtschacht vor dem Fenster wieder füllen würde. Daher wurden Sandsäcke zur Einsatzstelle beordert, die auch einen höheren Wasserstand vom Eindringen in die Wohnung abhalten sollten. Nach etwa 90 Minuten, nachdem im Feuerwehrhaus das Fahrzeug wieder einsatzbereit gemacht war, konnten die Feuerwehrleute den Heimweg antreten.

Eine Unwetterfront zog mit Sturmböen und Starkregen über Grötzingern. Das hatte zur Folge, dass sich Wasser in Bereiche ausbereitete, wo es eigentlich nicht hin sollte. So wie im Norden des Stadtteils: Bedingt durch Bauarbeiten war hier der Gehweg geöffnet. In die Hauswand eines angrenzenden Gebäudes war zudem bereits ein Loch gebohrt sollen, über das später neue Hausanschlüsse verlegt werden sollten. Doch in Kombination mit dem Wetterereignis sorgten das Loch und der offene Gehweg jetzt dafür, dass Wasser in den Keller des betreffenden Hauses eintreten konnte. Mit Bauschaum versuchte die Feuerwehr dem Wasserfluss Herr zu werden. Nach dem Abdichten des Loches kam so sehr viel Wasser ins Innere es Hauses. Die Einsatzstelle wurde daher an die Stadtwerke Karlsruhe übergeben, in deren Verantwortung die Baumaßnahme stand.

Eine unklare Situation einer Person war am frühen Samstag, gegen 1 Uhr, der Auslöser für eine Alarmierung der Feuerwehr. Es wurde davon ausgegangen, dass sich die Person in der Wohnung in einer Notlage befand. Auch wenn die Grötzinger Feuerwehr nach einer kurzen Einsatzfahrt schnell am Einsatzort angekommen war, waren die Kollegen der Berufsfeuerwehr noch einen Tick schneller, da die Fahrzeuge nach einem anderen Einsatz in Durlach bereits in der Nähe waren. Daher blieb für die Grötzinger Wehr nichts mehr zu tun. Die Berufsfeuerwehr öffnete derweil die betreffende Wohnung – als der Bewohner schlussendlich durch den Lärm aufmerksam gemacht doch selbst die Türe öffnete. Damit war für die Feuerwehr die Situation geklärt und der Einsatz konnte beendet werden.

Der Versuch einer Kontaktaufnahme zu einer Person im Grötzingen Norden scheiterte – ein Fall für die Rettungsdienste. Mit dem Stichwort „Alarm in Wohnung“ wurde auch die Grötzinger Feuerwehr am 31. Januar alarmiert. Doch schnell konnte Entwarnung gegeben werden. Noch auf dem Weg zum Feuerwehrhaus meldet sich der Funkmeldeempfänger erneut: „Erledigt – Danke, nicht mehr anfahren!“. Wie sich herausstellte, hatte die betreffende Person zwischenzeitlich selbst und wohlbehalten die Tür geöffnet, damit kein Einsatz für die Feuerwehr.

Ein rauchender Mülleimer in der Ortsmitte sorgte am 15. Januar für einen Feuerwehreinsatz. Bereits mit dem Notruf wurde mitgeteilt, dass der Mülleimer freistehend ist – also keine Gefahr für eine Ausbreitung auf ein Gebäude ausgeht. Mit einer Kübelspritze, einem kleinen mit Wasser gefülltem Pump-Feuerlöscher konnte der Kleinbrand schnell erstickt werden.

Das Verkaufsverbot für Feuerwerk machte sich auch in diesem Jahr bei der Feuerwehr bemerktbar. So kam es nicht in der Neujahrs-Nacht sondern erst am 2. Januar 2022 zum ersten Einsatz des Jahres. Ein Notarzt forderte zum Transport eines Patienten aus einem Obergeschoss an diesem Sonntagmorgen die Feuerwehr mit der Drehleiter nach. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass hier kein Einsatz für die Feuerwehr notwendig war. So konnte nach kurzer Zeit der Einsatz für die Feuerwehr beendet werden.